Gesundheit
Zur Verbesserung der Gesundheitssituation der Menschen in der Region um Satonévri wurde die Gesundheitsstation in der Kreisstadt Silly komplett renoviert und ausgebaut. Sowohl die Behandlungsräume als auch die Geburtshilfestation befanden sich in einem katastrophalen hygienischen Zustand. Bautechnisch wurde die Station in einen für burkinesische Verhältnisse hervorragenden Zustand gebracht. Die Ausstattung an Geräten und Materialien (Verbände, Arzneien) entspricht nun einem Mindeststandard zur Behandlung einfacherer medizinischer Fälle.
In den einzelnen Ortsteilen wurden „Wundbeauftragte“ ausgebildet, die eine Erstversorgung von Wunden vornehmen können. Für medizinische Notlagen wurde eine Sozialkasse eingerichtet, die die Versorgung auch bei der ärmeren Bevölkerung garantiert.
Wunsch aller Beteiligten wäre es, die Station zu einem kleinen Krankenhaus auszubauen. Zur Zeit müssen aufwändige medizinische Fälle nach Leo (Entfernung 80 km) oder nach Ouagadougou (Entfernung 150 km) überführt werden. Behandelt werden die Menschen dort aber erst dann, wenn sie die Behandlungskosten, die oft europäische Dimensionen annehmen, im Voraus bezahlen können.
(Investitionen bis 2008: 30.000 EUR, laufende Unterstützung für die Untersuchung und Behandlung der Schulkinder pro Jahr: 3.000 EUR, bei der schweren Unwetterkatastrophe 2007/2008 haben wir gemeinsam mit unserem Partner aus Italien "ACSA" für Medikamente u.a. zur Malaria-, Meningitis- und Durchfallerkrankung 5.000 EUR zur Vefügung gestellt)
Fotos von der Gesundheitsstation in Silly
Seit dem Jahre 2000 fährt eine Ärztegruppe des Diakoniekrankenhauses in Mannheim regelmäßig zur Provinzhauptstadt Leo, um Menschen aus der Region zu operieren und um die dort praktizierenden Ärzte in neuen Operationsmethoden anzuleiten. Das Krankenhaus in Leo ist zuständig für über 200.000 Menschen in der Provinz Sissili, in der sich auch Satonévri befindet. Der Kontakt zwischen der Mannheimer Ärztegruppe und dem Krankenhaus in Leo wurde im Jahre 1999 von Dr. Horst Gerlach, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins FOCUS, hergestellt.
Fotos zu Mannheimer Ärzten im Krankenhaus von Leo
Für Aufsehen bei der Bevölkerung in Viernheim und Rovigo hat der Fall der kleinen Fati gesorgt. Bei einer Delegationsfahrt ist sie den Gästen aus Europa mit ihrem überdimensionalen Arm aufgefallen. Die vermutete Krankheit „Elephantiasis“ raubte der kleinen Fati den letzten Lebensmut und sie hatte sich schon darauf eingestellt, dass sie sterben müsste. Das Foto zeigt Fati bei Ihrer Einlieferung ins Krankenhaus
Ein gemeinsames Konzert des Männergesangsvereins aus Viernheim und des Vereins „Monte Pasubio“ aus Rovigo erbrachte eine Summe von 6.000 EUR für die Behandlung der kleinen Fati. Eine eingehende Untersuchung ergab, dass Fati an einer Pilzinfektion erkrankt war. Nach einer wochenlangen Behandlung in Ouagadougou ist Fati wieder so lebenslustig wie früher. Nebenstehendes Foto zeigt Fati mit Ihrem Vater im Krankenhaus.

Fati ist geheilt!
Sie kann wieder lachen und spielen wie andere Kinder.

