Neues aus Satonévri von April, Mai und Juni 2010

Bohnen in meiner Schüssel.JPGSatonévri, die Partnerstadt Viernheims in Burkina Faso, ist ein kleines afrikanisches Dorf, wie man es sich in Afrika vorstellt. Wasser aus dem Brunnen, keine Elektrizität, aber ab und an ein Handynetz. Einmal im Monat fahren die Lehrer nach Koudougou, um ihr Gehalt abzuholen. Dort gibt es ein Internetcafé, das einen regen Austausch per e-Mail zwischen Viernheim und Burkina Faso ermöglicht. Die Studenten in der Hauptstadt Ouagadougou und manche Schüler in weiterführenden Schulen haben auch Internetzugang.

(Das Foto zeigt die Schulkinder mit ihrer Portion Bohnen)

 

Rektor Paulin freut sich sehr auf die Reise zur Partnerschaftsfeier. „Eduquer une fille, c’est eduquer une nation“, er macht eine Ausarbeitung über die Ausbildung von Frauen. Sie hatten eine Versammlung mit Lehrern aus Satonévri, damit die an der Fahrt teilnehmenden Lehrer die Anliegen aller gut vertreten können. Sie haben gemeinsam überlegt, wie sie die 3 Schulen zum Wohle der Schüler besser verwalten könnten. Vom Vulkanausbruch hat er im Radio gehört. Er berichtet von den Reisevorbereitungen in Ouaga.
Er meldet sich nach der Reise: alle sind gut angekommen. Er grüßt alle!
Bohnen im Teller.JPGDank der Spende für den Ankauf von Bohnen, werden nun 2x wöchentlich in den Schulküchen Bohnen gekocht.
Auch 4 Wochen nach der Rückkehr aus Europa denkt er noch jeden Abend an diese wunderbare Reise, er ist so froh, dabei gewesen zu sein. Er bedankt sich nochmals bei FOCUS, dem Schulkomitee, den 3 Schulen, die sie besucht haben, wobei er immer noch an den Jungen denkt, der meinte jetzt zu wissen, welches Glück er hat hier, in D zur Schule gehen zu dürfen, und der jetzt weiß, dass er sich mehr anstrengen müsste um ein besserer Schüler zu werden, bei den jungen Leuten, die im Jan in BF waren und die er jetzt wieder gesehen hat. Merveilleux, merci, merci, merci!!! .
Gratuliert zu den Fußballspielen gegen Ghana und England. Für den 14.7.10 ist das Abschlussfest an der Schule Sadouin geplant. Leider regnet es nicht ordentlich der Jahreszeit entsprechend.

fara.JPGAbbé Edouard ist sehr froh, dass es auch den Bischof so gut in Viernheim gefallen hat. Anfang April ist es sehr heiß in BF. Den Kindern auf der Waisenfarm geht es sehr gut und sie grüßen uns und danken uns. Auch Mitte April ist es noch sehr heiß, bis zu 42°. Vor kurzem gab es einen so starken Sturm, dass sehr viele Mangoblüten und die ersten kleinen Mangos abgefallen sind. So wird die Mangoernte nicht wie erwartet ausfallen, sondern es wird nur wenige Mangos auf der Waisenfarm geben. Der erste Regen ist Mitte April gefallen.
Er berichtet von 3 Tonnen Mangolieferung nach Satonévri. Fast 2 Wochen lang war Marie Francoise auf der Farm und hat die Frauen und die Waisen unterrichtet: Herstellung von Mangomarmelade, Gelee, Kompott und Sirup. Die Marmelade verkaufen sie für 800 FCFA auf dem Markt in Kdg. Momentan viel Masern, aber mit dem Regen wird sich das bessern.
Mitte Juni ist er sehr warm und es regnet. Die Mangokonfitüre verkauft sich sehr gut. Die Mädchen haben ihre Friseurausbildung abgeschlossen und sind momentan auf der Farm. Sie helfen mit bei der Bestellung der Felder. Dieses Jahr bauen sie auf 4 ha Mais, Hirse und Bohnen an. Die Buben, die in Koudougou zur Ausbildung sind, kommen Ende Juni auf die Farm.
An den nächsten beiden Wochenenden ist Priesterweihe in Koudougou, da wird getanzt und gefeiert. Es regnet Ende Juni noch sehr verhalten. Herzliche Grüße an alle!

Die Studenten berichten, dass die Delegation gut zurückgekehrt ist und dass alle voller Freude über diese Reise berichten. Auch hätten alle ihre Familien bei bester Gesundheit angetroffen. Gott möge weiterhin unsere guten Beziehungen stärken! Sie selbst haben die schönen Fotos auf der FOCUS - Homepage angeschaut. Im Juni sind sie mitten in ihren Uni-Studien.

Student Hubert Nignan Belibi hat seinen Magister in BWL erhalten und ist jetzt auf Arbeitssuche. Er bedankt sich ganz herzlich für seine Förderungen. Er bleibt weiterhin für die Partnerschafts - Angelegenheiten disponibel.


Abbé Maxime wünscht frohe Ostern.
Er wünscht, dass das Partnerschaftsfest die Gelegenheit bietet, Freundschaften zu stärken und Brüderlichkeit zu leben.

Lehrerin Denise Yameogo arbeitet viel, da sie bald Prüfung hat. Sie besteht die Prüfung. Sie hat Awa mit dem Moped in Laaba abgeholt, und vorher schon im Dorf Bescheid gegeben, dass Awa und Fati von der Reise zurückkommen. Die ganze Familie und die Nachbarschaft waren dann im Gehöft versammelt, um die Frauen zu begrüßen. Der Hof war voller Menschen. Die Frauen sind so glücklich über diese Reise, sie erzählen nur noch davon. Fati war auf dem Hinweg nach Ouagadougou zu ersten Mal in einem Auto gesessen und dann ein paar Tage später auch noch im Flugzeug. Bisher hat sie nur Fahrrad oder Moped gekannt. Awa hat erzählt, dass sie gesehen hat, wie schwer in Deutschland gearbeitet wird. Und wie schwer es für die Europäer sein muss, nach Burkina Faso zu kommen und dort klar zu kommen. Denise findet es sehr wichtig, dass Menschen vom Dorf nach D kommen. Sie freut sich ganz arg, dass Awa dabei war. Auch der Direktor hat sehr viel von der Reise erzählt. Sie hat sich sehr über das Geld vom Seifenverkauf gefreut. Die Gruppe hatte ein Treffen, da hat sie den Betrag gezeigt, die Mädchen sind total motiviert und überlegen, wie sie noch besser arbeiten können. Gleich haben sie Kariténüsse gekauft. Sie ist überglücklich dass jmd aus der Gruppe nach D durfte und dass sie soviel Geld verdient haben. In 3 Jahren ist wieder Partnerschaftsfeier und dann darf vielleicht die nächste aus der Gruppe kommen…. Ihr Traum ist es, dass die Seifengruppe eines Tages ein richtiges Unternehmen wird. Vordringlich brauchen sie einen Raum, um ihre Materialien zu deponieren und zu arbeiten, zurzeit lagert alles in ihrer Lehrerwohnung.

Lehrer Gilbert Kaboré sucht immer nach Möglichkeiten die Bevölkerung in die Schule zu integrieren, denn die Schule darf nicht außerhalb stehen. Unlängst hat er junge Leute, die nach Bobo zu einem Tanzfest sind, gebeten, auch mit den Jugendlichen von Satonévri zu trainieren
Nach der großen Reise sind sie wieder gesund in Ouaga angekommen. Die Reise hat ihm sehr gut gefallen. Er hatte 2 Tage lang Pickel im Gesicht. Awa hat ihm berichtet, dass auch Fati nach der Reise Pickel im Gesicht hat, er hat es mit der Reiseumstellung erklärt.
DSCN1963 - Kopie.JPGAm letzten Wochenende im Mai fanden das Finale Sport und Kultur in Silly statt. Am Freitag drehte sich alles um Kultur: Tanz, Geschichten, Maskentanz, Theater. Am Samstag fand dann das Fußball-Endspiel statt: Bredie wurde Sieger. 170 Kinder und 150 Erwachsene waren gekommen. Mit so vielen Erwachsenen aus Koudougou und Ouaga hatten sie nicht gerechnet. Alle teilnehmenden Schüler haben dank der Spenden von versch. Viernheimer Sportvereinen Preise gekriegt haben. Die Sieger-Klasse erhielt einen Pokal mit 50 Euro, einen Ball und Trikots, die zweit - platzierte Klasse 7,50 Euro, einen Ball und Trikots. Für alle Läufer gab es ein T-Shirt.
Seine Schüler sind gut auf das Examen am 8. Juni vorbereitet, die Kollegen haben in seiner Abwesenheit gute Arbeit geleistet. Das ist schön zu sehen, wie das Kollegium sich als Gruppe sieht. Am 8.6.2010 findet in Silly das Examen für die CM2 Schüler statt, die Kinder werden von Salif, Denise und Francois begleitet. Gilbert ist für die Korrektur vorgesehen. Von den 25 Schülern haben 20 die Zulassung für das Collège geschafft. Am Tag zuvor fanden die Beratungen und die Beschlüsse darüber statt. Vorangegangen sind nochmalige Überprüfungen der Schülerarbeiten.
Was die Bibliothek Silly betrifft, muss man schauen, was ausgeliehen wurde, was gelesen wird. Er wünscht sich, dass dies ein großes Buchzentrum wird.

 

Er hat sich die Fotos auf der Homepage angesehen.
Er hofft, dass für die jugendlichen TN der Begegnungsreise ein Platz gefunden wird, d.h. wo sie sich bei FOCUS einbringen können.
DSCN1952[1].jpgEr wurde in Sadouin von einem Skorpion gestochen, hat dann mit einem Tuch den Fuß abgebunden, damit das Gift nicht so hochsteigt.
Mit Fati aus der Nähgruppe hatte er ein Gespräch darüber, was die Reise nun für Auswirkungen und Ideen für die Nähgruppe gebracht hat. Er legt ihr nahe mit den Frauen zu diskutieren, sich zu organisieren, eine geschweißte Gruppe zu bilden. Eigene Ziele und die Ziele der anderen Frauen zu formulieren. Bisher waren sie in Entscheidungsprozesse nicht eingebunden. Auch im Hinblick darauf, dass Victorine irgendwann nicht mehr da ist. Vielleicht könnten sie ihre genähten Teile auch auf dem Markt verkaufen, alles mit dem Ziel, dass das Leben etwas besser ist als es vorher war.
Die Wasserbehälter für Névri sind fasst fertig..
Er grüßt die Mitglieder des AK Schule.


Abbé Hubert wünscht frohe Ostern. Auf die Frage nach Wünschen während seines D-Aufenthaltes meint er: Er würde gerne so oft wie möglich die Messe feiern (er lernt ein paar deutsche Formulierungen), berühmte Kirchen sehen, Bildungseinrichtungen besuchen, touristische Ziele anschauen, interessante Menschen treffen, Deutschland und das Leben der Menschen hier kennen lernen Er hat sein Visum und weiß, dass jetzt alles vom Vulkan abhängt.
Nach der Reise sind sie gut in Ouaga angekommen, er, Paulin und Gilbert sind direkt vom Flughafen aus weiter nach Koudougou gefahren. Er bedankt sich für den herzlichen Empfang, die Zeichen der Freundschaft, die Brüderlichkeit und die Großzügigkeit. Dank auch für die Begleitung bis zum allerletzten Moment am Flughafen Bologna.

Rektorin Monique Tientega bedankt sich nochmals bei FOCUS, den Pfadfindern und den THWlern für alles, was für Satonévri getan wird und wurde. Sie berichtet von einem Treffen mit dem Direktor Paulin und den Lehrern von Satonévri, wo sie über anstehende Projekte gesprochen haben. Diese Gedanken nehmen die beiden Lehrer mit zur Reise nach Deutschland. Am 21.6. teilt sie mit, dass die Schulkleidung geliefert wurde, Schneider Salif wäre krank gewesen. Ob sie einschulen wird, hängt vom Inspektor ab, da kein Klassenzimmer und keine Lehrerwohnung vorhanden sind. Wird uns rechtzeitig informieren. Die Theatergruppe hat Maskentanz gemacht. Am 18.7.10 gibt es Ferien. Bedankt sich ganz herzlich bei FOCUS für alles! Es regnet.


Bgm Palyon Benon grüßt alle und bedankt sich nochmals ganz herzlich für den schönen Aufenthalt.


Rektor Yaro Béli grüßt den Verein.

 
Ehem. Lehrer Moussa Koala schreibt von einer Demonstration gegen neue Steuererhebungen, die der Entwicklung der Kommunen dienen sollen. Die Demonstranten sind nicht gegen eine Weiterentwicklung, aber dagegen, weil sie diese Steuer schon mit dem Benzin zahlen und so nun doppelt Steuer für das Gleiche zahlen. Er wünscht der Delegation einen schönen Aufenthalt. Er hat sich die Reisefotos auf der Homepage angeschaut. Er gratuliert uns zum glänzenden Sieg gegen England.


Ehem. Rektor Desiré Ruamba hat Ostern in seinem Heimatdorf gefeiert: 60 Erwachsenentaufen. Mitte April ist es sehr heiß: 36° – 41°. Er wünscht der Delegation einen schönen Aufenthalt und schickt dem Verein viele Grüße
Er denkt Besuche aus Burkina sind sehr nützlich, um den Afrikanern zu zeigen wie die Europäer leben und sich zu überzeugen, dass man wenn man sich genauso anstrengt, ein besseres Leben erreichen kann. Solche Austausche ändern auch die Mentalität, was wichtig ist für eine personelle sowie eine allgemeine Entwicklung. Außerdem bestärken sie die Partnerschaft und tragen enorm viel zur Weiterentwicklung von Satonévri bei.
Er wird ab Oktober eine Art Fernstudium im bereich Psychologie beginnen.


Schulinspektor Henri Sankara bedankt sich sehr für den Aufenthalt der beiden Lehrer, die sehr zufrieden sind. Ihm fehlen die Worte, um seine Dankbarkeit auszudrücken und er hofft dies irgendwann mal direkt machen zu können. Das Finale Sport und Kultur Silly ist für den 28. und den 29. Mai vorgesehen, sie hatten gehofft, uns an diesem Tag bei sich zu haben, um zusammen mit den Kindern zu sein. Er bedankt sich auch im Namen der Schüler für alle Unterstützung.


Mangos.JPGLehrer Salif Kaboré informiert über die Mangolieferung nach Satonévri. Er gibt selbstgemalte Bilder über den Direktor mit. Er hat seine Prüfung bestanden.


Betonmichel sieht die deutsche Mannschaft nach dem Spiel gegen Australien in der Favoritenrolle, ach hätten die gut gespielt.
 

Die ehem. Praktikantin an der Schule Sadouin Sadia Konda grüßt alle.


Abbé Jerôme ist als Priestervertretung bis Ende August in Frankreich. Herzliche Grüße an alle! Im Juni ist er in der Nähe von Lourdes. Juli und August wird er in Paris sein.