Brieffreundschaften

Im Jahre 2006 kam es erstmals zu einem Austausch von Briefen zwischen einer Klasse der Goethe-Schule in Viernheim und Grundschülern aus Satonévri. Die Briefe sind interessante und lesenswerte Dokumente für völlig unterschiedliche Weltbilder und Interessen deutscher und burkinesischer Grundschüler.

 

 

Im Jahre 2006 kam es erstmals zu einem Austausch von Briefen zwischen einer Klasse der Goethe-Schule in Viernheim und Grundschülern aus Satonévri. Die Briefe sind interessante und lesenswerte Dokumente für völlig unterschiedliche Weltbilder und Interessen deutscher und burkinesischer Grundschüler.

Inzwischen findet ein reger Austausch sowohl zwischen Schulklassen als auch zwischen Einzelpersonen statt. Bei Fahrten nach Afrika haben die Teilnehmer immer Briefe für die afrikanischen Freunde im Gepäck. Bei der Abreise aus Satonévri übergeben die fleißigen "Briefeschreiber" ihrerseits die Post für die Brieffreunde in Viernheim. 

 

 

 

 Neue Brieffreundschaften

Im Jahr 2008 entschließen sich nach einer Projektwoche zwei weitere Goetheschul-Klassen mit ihrer Lehrerin Friederike Winkenbach zu einem Briefwechsel mit Kindern in Satonévri. Die 3. und 4. Klässler haben Anfang Januar Post aus Burkina bekommen. Besonders gefreut hat es die deutschen Schüler, dass Frédéric Nignan persönlich die Briefe überbracht hat. 

 

 

 

Frédéric musste viele Fragen beantworten, vor allem aber ob sich hinter den unbekannten Namen ein Mädchen oder ein Junge verbirgt: Bataon, Diallo Yahaya, Amir, Yaro Claire, Sankara Maimounata, Kouka, Dimitri, Benoît, Emile, Rißama Moussa, Abdoulaye, Sankara Issoufou, Bénao Bapouré, Assèta Nignan Lydie, Diallo Zalissa, Diallo Boukaré,Emanuel,Diallo Issaka,Sankara Mouryouré, Ziba Ciassé, Diallo Oumarou, Bayien marie, Hayoudié,Kadidiata, Nignana Batian, Nignan Pascal, Ido Batio, Ouadraogo Jean, Yendinounda, Kakairo.

 

Fotos zur Projektwoche und zur Briefübergabe durch Frédéric Nignan

Wie alles begann…

Die Klasse 3a der Goetheschule hatte sich zusammen mit ihrer Lehrerin Friederike Winkenbach zum Schuljubiläum das Projekt vom Korn zum Brot ausgesucht. Neben den heimischen Samen wollten die Kinder auch das Getreide aus der afrikanischen Partnergemeinde kennen lernen. Dies ließ sich sehr gut mit der vorherigen Unterrichtseinheit "Unsere Partnerstädte" verbinden..

 Helga Winkenbach vom Verein FOCUS besuchte die Klasse mehrfach. Das Interesse der Kinder war riesig und ging weit über das Thema Getreide hinaus.

Zum Abschluss verkauften die Kinder Brot zugunsten der Schulkinder von Tonon und Névri. Mit dem erwirtschafteten Geld konnten die afrikanischen Schüler mit Linealen, Zirkeln und anderem Material ausgestattet werden.

Die Viernheimer Schüler schickten Fotos und einen ersten Brief nach Burkina Faso und zwar an das 3. Schuljahr in Sadouin mit Klassenlehrer Gilbert Kaboré.

Der erste Brief - Juni 2005

Liebe Kinder der Satonévri Schule
Wir hoffen, es geht euch gut.

Wir haben in der Schule das Projekt Getreide behandelt und vorher über Partnerstädte von Viernheim gesprochen. Heute haben wir viel über Hirse gelernt und viel über euer Land erfahren. Hoffentlich regnet es viel in der Regenzeit für euer Getreide.

Bleibt gesund!

Vielleicht werden wir ja Brieffreunde.

Mit herzliche Grüßen die 3 a aus der Goetheschule Viernheim

Post aus Sadouin - 7. November 2005

Wir haben euren Brief bekommen und uns sehr darüber gefreut. briefpartnerklasse

Unsere Antwort hat etwas länger gedauert, aber wir wollten euch Fotos mitschicken. Wir haben uns auch gefreut, dass Frau Helga Winkenbach mit euch über unsere verschiedenen Pflanzen (Hirse, Mais) gesprochen hat. Hier gibt es zwei Jahreszeiten: die Regenzeit von Mai bis September und die Trockenzeit von Oktober bis April. Mit Hirse oder Mais machen wir einen Brei, das ist unser Hauptnahrungsmittel. Generell säen wir im Mai aus und ernten im Oktober oder November.

In unserer Klasse sind Mädchen und Jungen. Unser Lehrer ist sehr nett, vielleicht hat euch Frau Winkenbach von ihm erzählt. Einige von uns wohnen im gleichen Dorf, wo sich auch die Schule befindet, aber andere Mitschüler wohnen zwei bis vier Kilometer entfernt. Da wir alle zu Fuß zur Schule gehen, müssen die, die weiter weg wohnen früher aufstehen, um rechtzeitig zum Schulbeginn da zu sein. Die Mittagspause verbringen wir in der Schule, um 15.00 Uhr geht es dann weiter. Da es keine Schulküche gibt, bleibt unser Magen leer.

In unserer Klasse sind wir gut organisiert. Wir sind in fünf Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat einen Sprecher, der die Arbeiten einteilt, wenn der Lehrer abwesend ist. Unsere Arbeiten machen wir gut, damit unser Lehrer zufrieden ist, aber auch damit wir lernen verantwortlich zu sein. Die Fotos wird euch Frau Winkenbach mitbringen.

Bevor wir unseren Brief beenden, haben wir ein paar Fragen: Ab welchem Alter gehen die Kinder bei euch zur Schule? Wie geht ihr zur Schule ( Auto, Bus, zu Fuß )? Wie lange dauert euer Unterricht? Würdet ihr mal gerne unsere Schule besuchen?

Wir sind über unsere Brieffreundschaft sehr glücklich. Wir hoffen, bald von euch zu hören.

Die Schüler der Klasse CE 2 von Sadouin

Briefe der Goetheschule - Februar 2006

 Alle Schüler und Schülerinnen der inzwischen 4. Klasse haben einen persönlichen Brief geschrieben. Immer wieder waren es Fragen nach dem Schulalltag, den Hobbys, nach evtl. Haustieren, nach Lieblingsfarbe usw.

Die Viernheimer Kinder berichteten auch von der Klassenfahrt auf eine Burg und von Ritterspielen. Viele Kinder haben ihre Briefe mit hübschen Bildern verziert. Natürlich berichteten die Kinder stolz von ihrem erfolgreichen Kuchenverkauf in der Viernheimer Innenstadt. Auch dieses Geld wurde wieder den Schulkindern von Satonévri gespendet.

Diese Briefe gab Helga Winkenbach bei ihrem nächsten Besuch in Satonévri zunächst an den Klassenlehrer weiter, aber nicht ohne die eine oder andere Zusatzinformation.

Und dann kam im Juli ein dicker Briefumschlag

Antwortbriefe aus Sadouin - Juli 2006

Lieber T.,

ich heiße Zongo Daniel und bin 11 Jahre alt. In der Schule von Sadouin gibt es 6 Lehrer. In jeder Klasse ein Lehrer oder eine Lehrerin. Wir freuen uns sehr über euch und bedanken uns herzlich dafür, dass ihr Kuchen zum Verkaufen gebacken habt. Hiervon habt ihr Hefte für uns gekauft, wir danken euch sehr. Donnerstag und Sonntag verbringen wir die Zeit damit, unseren Unterricht nachzubereiten und Fußball zu spielen.

Morgens gehe ich um 6.45 Uhr zur Schule. Um 7.30 Uhr gehen die Schüler in die Klasse, bis 12.30 Uhr. Am Nahmittag von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Wir freuen uns sehr, eure Briefe zu bekommen.

Ich gehe immer zur Schule.

Wie gehst du zur Schule?

Mein Vater ist der Pastor der Dorfkirche. So habe ich auch Gebetsstunden. Am Sonntag gehe ich mit meinen Eltern zur Messe, das gefällt mir sehr.

Gruß von Zongo Daniel (Junge)

Die Antilope

Gedicht: Schulanfang

Während zwei Vollmonden hat die kleine Schule geschlafen, ans Lernen dachte man kaum.
Wir spielten…. Diese Zeit ist vorbei.
Von neuem erwacht die Schule. Wir finden sie hässlich und etwas alt.
Jeder sagt sich: "Ich bin gewachsen". Aber wir sind immer noch klein.
Es ist das Ende schöner Ferien, die Schule beginnt.
Die Festtage sind vorbei. Adieu schöne Tage, so schnell vorbei!
Mädchen und Jungen, seid nicht traurig!
Schnell an die Arbeit, seid nicht faul!
Auch in der Schule amüsiert man sich.
Und man sieht alle seine Freunde wieder.

Grüße von Mamadou und Bineta

Liebe A.,

wir schreiben dir zu zweit: Sankara Adama, 11 Jahre und Sondo Arsène, 10 Jahre.
Adama: ich bin nicht in Sadouin geboren, sondern in Névri.
Arsène ist in „polipulou“ geboren.
Wir haben uns sehr über eure  Briefe gefreut.
Wir beginnen mit der Schule um 7.30 Uhr. Um 10.00 Uhr haben wir eine Pause.
Wir pflanzen im Mai Mais, Hirse, Bohnen und…. und im November ernten wir.
Wir feiern Weihnachten und Silvester.
Wir haben euren Brief beantwortet.
Wir freuen uns, bald wieder von euch zu hören.
Erzählt man euch viel von Afrika? Von Burkina? Von Satonévri?

Grüße von Adama (Junge) und Arsène (Junge)
Liebe S.,

ich heiße Sebgo Lassané und bin 11 Jahre alt.
Dein Bild hat mir sehr gut gefallen, dankeschön!
Meine Hobbys sind: Lesen und Spiele wie Fußball.
In der Schule haben wir eine Pause von 30 Minuten, dann wieder Unterricht von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr.
Begleiten eure Eltern euch zur Schule?
Geht ihr nach der Schule allein nach Hause?
Wie lange ist dein Schulweg?
In welchem Fach bist du besonders gut?
Ich liebe Mathematik.

Grüße von Sebgo Lassané (Junge)
Lieber C.,

ich heiße Dahourou und bin ein Junge.
Hier gibt es 6 Lehrer an der Schule.
Unsere Fächer sind: Mathematik, Französisch, Geometrie, ….
Wir haben uns sehr über eure Briefe gefreut.
Wir sind im 4. Schuljahr, 36 Schüler sind in meiner Klasse.
Unser Klassenzimmer ist schön mit hübschen Bildern geschmückt.
Wir gehen zu Fuß zur Schule.
Die Schule beginnt um 7.30 Uhr bis 10.00 Uhr. Dann ist eine Pause, dann geht es weiter bis 12.00 Uhr. Nach der Mittagspause geht es um 15.00 Uhr weiter. Um 17.00 Uhr gehen wir nach Hause.
Ich liebe vor allem die Sportstunden.
Meine Hobbys sind: Zeitung lesen, das Jagen von kleinen Tieren, das Spazierengehen.
Wir lieben unsere Schule sehr, denn unsere Partner helfen uns, sie noch freundlicher zu gestalten.
Seid ihr auf einer öffentlichen oder auf einer privaten Schule?

Grüße von deinem Freund Dahourou
Liebe T.,

mein Name ist Zoundi Sanata. Ich bin ein Mädchen und bin 10 Jahre alt.
Wir haben haben eure Post erhalten und haben uns sehr gefreut, soviel von euch zu erfahren, Dinge, die für uns ganz neu sind. Aber so sind wir fast schon zu Nachbarn in unseren Herzen geworden.
Hier gehen wir um 7.30 Uhr zur Schule, um 10.00 Uhr haben wir dann eine Pause.
Hier betreibt jeder Landwirtschaft, um ernten zu können. Was machen eure Eltern?
Wir gehen zu Fuß zur Schule.
In unserer Region ist Wasser sehr knapp, wie ist das mit dem Wasser bei euch?
Nächstes Schuljahr sind wir Fünftklässler (CM1).

Grüße von Zoundi Sanata
Liebe A. und S.,
wir heißen Vallean Constantine und Kalaga Alimata, wir sind zwei Mädchen, 9 und 10 Jahre alt.
Mit viel Freude haben wir eure Post gelesen. Wir haben uns gefreut, soviel von euch zu erfahren.
Dank eures Kuchenverkaufes und der Hilfe von FOCUS haben wir Schul- und Arbeitsmaterialien.
Kalaga Alimata: Ich habe Haustiere, 2 Schafe, die ich sehr mag.
Meine Schwester geht auch in meine Klasse.
Vallean Constantine: Ich habe eine große Schwester, die Lehrerin ist. Ich liebe diesen Beruf.
Wir lieben Tiere sehr.
Nach 2 Schuljahren kann ich auf das Gymnasium gehen.
Was machst du in den Ferien?
Welchen Beruf willst du mal ergreifen?

Grüße von Kalaga Alimata und Vallean Constantine
Lieber Z.,

mein Name ist Ziba Bayamain, ich bin ein 11-jähriger Junge.
Vielen Dank für alles, was ihr für uns macht.
Ich bin seit 4 Jahren in der Schule. Ich arbeite gut, damit ich in 2 Jahren auf das Collège gehen kann.
In Sadouin besuche ich die Grundschule. Mit der Hilfe von FOCUS ist es eine schöne Schule mit 6 Klassen.
Unsere Fächer: Mathematik, Französisch, Sachunterricht, Malen, Sport….
Wir feiern Weihnachten und Silvester. Vor den Ferien machen wir ein Schulfest und laden die Eltern dazu ein.
Wir sind 36 in der Klasse, wir sitzen zu zweit an einem Tisch.
Wir wollen weiterhin eure Briefpartner bleiben.
Was machst du in deiner Freizeit?
Möchtest du irgendwann mal unser Dorf besuchen?
Liebe B.,
ich heiße Nignan Joel und bin 9 Jahre alt.
Ich danke dir sehr.
Wir haben eure Post bekommen und uns sehr gefreut.
Im Moment ist es bei uns sehr heiß, man nennt das die warme Zeit während der Trockenzeit.
Unsere Schule heißt „Öffentliche Grundschule von Sadouin“.
Wie heißt eure Stadt und eure Schule?
Habt ihr einen Markt?
Bereitet ihr euch auf die Schule vor?
Geht ihr zu Fuß oder wie sonst zur Schule?
In welcher Klasse seid ihr?

Grüße von Nignan Joel (Junge)
Lieber M.,

wir schreiben zu zweit: Benao Béli, 12 Jahre und Ouija Simon, 11 Jahre.
Wir bedanken uns sehr für eure Briefe, jetzt sind wir Freunde geworden.
Während der Schulpausen spielen wir Fußball und wenn es klingelt, gehen wir wieder in die Klasse. Um 17.00 Uhr gehen wir nach Hause.
In der Schule machen wir unsere Lektionen und unsere Arbeiten.
In unserer Gegend pflanzen wir Erdnüsse und Mais.
Unser Lehrer ist sehr nett.

Viele Grüße von den zwei Freunden Ouija Simon und Benao Béli
Liebe J.,

mein Name ist Kaboré Julienne und ich bin 10 Jahre alt.
Wir haben eure Post erhalten und uns sehr gefreut so viele Dinge von euch zu erfahren, die für uns ganz neu waren.
Hier arbeitet jeder in der Landwirtschaft, um ernten zu können und sich damit versorgen zu können, auch um Geld zu vedienen.
Wir gehen um 7.00 Uhr zur Schule, um 10.00 Uhr ist eine kleine Pause.
Was machen eure Eltern?
Wenn wir morgens an der Schule ankommen, hissen wir die Flagge von Burkina.
Was macht ihr, wenn die Schule aus ist?
In unserer Region ist das Wasser knapp, wie ist das bei euch?
Jetzt kommen wir in die 5. Klasse.
Geben euch eure Eltern alles, was ihr wollt?
Unsere Schule heißt Schule von Sadouin.
Hier gibt es nicht genug Geld, um alles machen zu können.
Wie heißt eure Schule?
Hier laufen wir zu Fuß.

Grüße von Kaboré Julienne (Mädchen)
Liebste T.,

mein Name ist Nignan Katio und meine Freundin heißt Benao Kéli. Wir sind 10 Jahre alt.
Wie du, wohnen auch wir in der Nähe der Schule. Während der Pause und der Mittagspause wiederholen wir beide auf dem Schulhof unsere Lektionen, und wenn wir Zeit haben organisieren wir Spiele mit den anderen Mädchen.
Am Abend im Dorf treffen wir uns gerne zum Singen und Tanzen. Wir helfen unseren Müttern bei der Hausarbeit.
In unserer Klasse gibt es Mädchen, die für bestimmte Arbeiten verantwortlich sind.
Wir haben keine Tiere zu Hause, aber wir lieben Tiere.
In zwei Jahren werden wir das Examen machen, um auf das Collège zu gehen.
Meine Lieblingsfarbe ist blau, aber meine Freundin mag lieber rot.
Um was bittest du deine Eltern am meisten?
Vielleicht können wir dir das nächste Mal Fotos schicken.

Grüße von Katio (Mädchen) und Kéli (Mädchen)
Lieber M.,

wir heißen Benao Barthelémay und Yaro Emil.
Wir haben 6 Lehrer an der Schule.
Ich bin gut in der Schule.
Wir haben eure Briefe bekommen und uns sehr darüber gefreut.
Morgens stehen wir um 6.30 Uhr auf, waschen uns und frühstücken, dann geht es zur Schule.
Unsere Hefte tragen wir in einer Tasche.
Wir danken euch herzlich, dass ihr für uns Kuchen verkauft habt.
Unser Lehrer ist sehr nett, er unterrichtet uns in Geometrie, Geschichte, Vokabeln, Grammatik, Aussprache, Mathematik, Schreiben.....

Grüße von Bartelémay (Junge) und Emil (Junge)
Wir zwei sind Freunde
Lieber B.,
mein Name ist Wendgoundi Savadogo.
Wir haben 6 Lehrer an unserer Schule.
Unsere Fächer sind: Mathematik, Französisch….
Auf unserem Stundenplan gibt es  genug Arbeit bis zum Nachmittag.
Dienstag und Freitag habe ich Sport.
Ich gehe zu Fuß zur Schule, das geht.
Was macht ihr zum Schuljahres-Ende?
Was für eine Arbeit machst du in deiner Stadt?
Samstag habe ich vormittags Schule, dann ruhe ich mich aus, ebenso am Donnerstag.
In unserer Gegend gibt es Vieh- und Geflügelzucht.
Viehzucht: Rind, Esel, Schaf und Ziegen.
Geflügel: Hühner, Perlhuhn und Enten.
Wann habt ihr Ferien?
Was machst du in den Ferien?
Bei uns hat man auch in den Ferien Arbeit, wir brauchen nämlich Geld für das Schulfest. Wir kaufen 2 Schweine und 2 Ziegen für die Schüler.
Was machen deine Großeltern, wohnen sie bei euch?
Was bedeutet dein Name Bartu?
Klappt es bei dir in der Schule?

Grüße und bis bald
Wendgoundi (Junge)
Lieber D.,
mein Name ist Nignan Samuel und ich bin 10 Jahre alt.
Ich habe mich sehr über deinen Brief gefreut.
Wir feiern Weihnachten und Silvester.
Hier haben wir keinen Unterricht am Sonntag und nicht am Samstag und Donnerstag.
Vielen Dank für das Geld von euch!
Wir haben 6 Lehrer an unserer Schule, einer pro Klasse.
Ich mag Fußball am liebsten.
Unsere Eltern sind fast alle Bauern.
Welche Berufe haben eure Eltern?
Was willst du später mal werden?

Bis zum nächsten Brief, viele Grüße von Samuel
Gedicht:     Wenn ich wäre…
Wenn ich der Regen wäre,
würde ich die ganze Welt begießen
ich käme nach Afrika,
um den Mais wachsen zu lassen.

Wenn ich ein Maler wäre,
würde ich den Pinsel nehmen
und einen Vogel malen
aber ich würde keinen Käfig malen.

Wenn ich ein Baum wäre,
würde ich meinen Schatten ausbreiten,
ich würde Früchte geben,
und ich würde Burkina Faso ergrünen lassen.

Tall Rosalie Adama
Hallo A.,

wir sind zwei Freunde Benao Babou und Ziba Desiré.
Wir haben uns sehr über eure Post gefreut.
Dank eurer Hilfe haben wir bessere Schul- Bedingungen.
Wir stehen morgens um 6.30 Uhr auf, um fertig zu sein zum Schulbeginn um 7.30 Uhr.
Wir wohnen ganz nahe bei der Schule. Wir essen in unserer Schulkantine zu Mittag.
Lange Zeit hatten wir ein Wasserproblem, auch die Lehrer. Zum Glück haben wir jetzt einen Pumpbrunnen neben der Schule.
Wir gehen zu Fuß zur Schule und wir lieben den Sport.
Wir haben von unseren Eltern eine Tasche, in der wir unsere Schulhefte haben. Und ihr?
Habt ihr auch Vokabel- Unterricht?
Habt ihr viele Informationen über unser Land?
Wir können es kaum erwarten von dir zu hören.

Grüße von Benao Babou (Junge) und Ziba Boulie Desiré (Junge)
Liebe A.,
mein Name ist Ouedrago Mariam und ich bin 10 Jahre alt.
Unsere Schule hat 6 Lehrer.
Wir beginnen um 7.30 Uhr, aber um 7.15 uhr sind wir schon in der Schule.
Ich wohne ungefähr 3 km von der Schule weg, so muss ich schon sehr früh aufstehen, um pünktlich zu sein. Die Schule ist in Sadouin.
Ich bin fleißig und hoffe ein gutes Zeugnis zu bekommen.
Jeden Mittag kriegen wir in der Schule ein Mittagessen.
Zu Hause essen wir meistens Tô (Hirsebrei).
Ich mag das Hüpfspiel Himmel und Hölle und das Versteckspielen mit meinen Freunden.
Meine Eltern bauen Hirse, Reis, Bohnen und Mais an. In den Ferien helfen wir mit.
Ich komme in die 5. Klasse, ein Jahr vor dem Examen, mit dem ich dann auf das Collège kann.

Bis zum nächsten Brief, viele Grüße Ouedrago Mariam
Lieber L.,
mein Name ist Benao Robert.
Wir haben 6 Lehrer an unsere Schule.
Unsere Fächer sind: Mathematik, Französisch….
Ich freue mich auf das 5. Schuljahr, denn ich bin ein guter Schüler.
Wir gehen zu Fuß zur Schule.
Morgens geht es um 7.30 Uhr los, nach der Mittagspause geht es um 15.00 Uhr weiter.
Wir haben uns sehr über euere Post gefreut.
Um 17.00 Uhr ist die Schule aus.
Unser Schulfest findet auf dem Sportplatz statt.
Wir feiern Silvester.
Wir haben Schule am Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag morgens.

Grüße von Benao Robert (Junge)
Gedicht:   Wenn ich wäre….
Wenn ich der Regen wäre,
würde ich die ganze Welt begießen
ich käme nach Afrika,
um den Mais wachsen zu lassen.

Wenn ich ein Maler wäre,
würde ich den Pinsel nehmen
und einen Vogel malen
aber ich würde keinen Käfig malen.

Wenn ich ein Baum wäre,
würde ich meinen Schatten ausbreiten,
ich würde Früchte geben,
und ich würde Burkina Faso ergrünen lassen.

Tall Rosalie Adama
Lieber P.,
mein Name ist Seni Koumbémé, ich bin ein Junge.
Wir haben 6 Lehrer in der Schule.
Ich bin ein guter Schüler, und du?
Ja, mir geht es gut!
Wir gehen zu Fuß zur Schule.
Wir stehen früh um 6.00 Uhr auf, um zur Schule zu kommen.
Unsere Fächer: Französisch, Geometrie…
Aber am liebsten mag ich Fußball spielen.
Was machst du zum Schuljahres- Ende?
Samstags habe ich auch Schule, aber mittags bin ich zu Hause, donnerstags auch.
Was macht man in eurer Region? Bei uns in der Region wird Viehzucht, Hühnerzucht und vor allem Landwirtschaft betrieben.
Wann sind bei euch die Ferien? Was machst du in den Ferien?
Was machen eure Eltern während der Regenzeit?
Ich bedanke mich für alles, was ihr ausgebt, damit eure Post zu uns kommt.

Ich grüße alle und bis bald
Seni Koumbémé
Gedicht:   Wenn ich wäre….
Wenn ich der Regen wäre,
würde ich die ganze Welt begießen
ich käme nach Afrika,
um den Mais wachsen zu lassen.

Wenn ich ein Maler wäre,
würde ich den Pinsel nehmen
und einen Vogel malen
aber ich würde keinen Käfig malen.

Wenn ich ein Baum wäre,
würde ich meinen Schatten ausbreiten,
ich würde Früchte geben,
und ich würde Burkina Faso ergrünen lassen.

Tall Rosalie Adama
Liebe L.,

Mein Name ist Marcel Kaboré und ich bin 12 Jahre alt.
Ich danke dir herzlich.
Wir gehen in die öffentliche Grundschule von Sadouin.
Während der Pause spielen wir Ball auf dem Schulgelände. Die Mannschaft A gegen die Mannschaft B. Wir sind viele, die dieses Spiel spielen.
Morgens in der Schule hissen wir die Flagge von Burkina Faso.
Wir laufen zu Fuß zur Schule.
Morgens um 7.30 Uhr lesen wir im Lesebuch. Nach 10.00 Uhr haben wir Unterricht in Moralerziehung (statt Religion) und Gemeinschaftskunde. Am Nachmittag dann Geschichte, Erdkunde…..
Um 17.00 Uhr gehen wir nach Hause.
In den Pausen wiederholen wir den Unterricht.
Jetzt sind wir in der Regenzeit.
Guten Tag N.,
mein Name ist Yao Hypolite, ich bin ein 10 jähriger Junge.
Ich war sehr glücklich deinen Brief zu lesen.
Wir haben die Fotos von eurem Kuchenverkauf bewundert. Damit habt ihr uns für unseren Unterricht sehr geholfen.
Wir sind 36 Schüler in der Klasse, 28 Jungs und 8 Mädchen.
Wir kommen um 7.00  Uhr zur Schule. Um 7.30 Uhr hissen wir die Flagge, danach gehen wir in unser Klassenzimmer.
Um 10.00 Uhr haben wir 30 Minuten Pause. Um 12.00 Uhr haben wir Mittagspause und essen in der Schulkantine. Um 15.00 Uhr haben wir wieder Unterricht. Um 17.00 Uhr ist Schulschluss und wir gehen nach Hause.
Jeden Morgen beginnen wir mit Unterricht in Moralerziehung (statt Religion) und Gemeinschaftskunde.
Im nächsten Schuljahr werden an der Schule von Sadouin 6 Klassen sein.
Welches sind deine Lieblingsfächer?
Ist eure Lehrerin nett?

Bis bald
Lieber N.,
uns geht es gut und wir hoffen es von euch auch.
Ich heiße Yaro Henri, bin ein Junge und 11 Jahre alt.
Wir sind sehr froh, wenn wir eure Post lesen.
Ich spiele sehr gerne mit meinen Freunden in meiner Freizeit Fußball.
In unserer Familie sind wir 10 Personen. Ich arbeite sehr gut in der Schule, denn ich will der beste Schüler sein.
Wir sind 36 Schüler in der Klasse.
Wir gehen zu Fuß zur Schule.
Wir freuen uns, dass ihr für uns Kuchen verkauft habt.
Jetzt ist bei uns Regenzeit und wir säen Mais, Hirse und Erdnüsse.
Ich denke, es gibt eine gute Regenzeit.

Grüße an deine Familie und deine Freunde von deinem Freund Henri
Lieber S.,
mein Name ist Nignan Batio, ich bin 10 Jahre alt.
Ich danke dir sehr.
Wir haben eure Briefe bekommen, wir freuen uns sehr über eure Post.
Während der Schulpausen spielen wir Ball auf dem Sportgelände.
Ja, wir gehen sehr gerne zur Schule, denn wir denken dass wir Erfolg haben werden.
Unser Unterricht hat 3 Blöcke. Wir beginnen um 7.30 Uhr, um 10.00 Uhr haben wir eine Pause. Dann ist Unterricht bis 12.00 Uhr und dann geht es um 15.00 Uhr weiter.
Wir mögen alle Fächer.
Im Dorf gibt es 5000 (?) Einwohner, es gibt die Volksgruppen Gourunsi, Mossi und Pheul.
Wir sind 36 Schüler in der Klasse, wir sind alle Kameraden und verstehen uns gut.
Wieviele seid ihr im Durchschnitt in der Klasse?
Sitzt ihr alleine an einem Schultisch?
Was macht ihr morgens bevor ihr zur Schule geht?

Wie geht es weiter?

 

Im Herbst 2006 schicken zwei Viernheimer Kinder ihre Antwortbriefe und zur Begegnungsreise im Januar 2007 hat Helga Winkenbach vier Viernheimer Briefe im Gepäck. Beim Verteilen dieser Briefe an die Schüler in Sadouin stellt H. Winkenbach fest: „Die Kinder kennen die Namen ihrer deutschen Briefpartner auswändig. Ein Mädchen hatte den letzten Brief in ihrem Schulbeutel. Ich hätte gerne mehr Post dabei gehabt!“                                                                           

yao

 

Das Foto zeigt Yao, der sich sehr über seinen Brief freut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Februar 2007 machen sich wieder Briefe aus Viernheim auf den weiten Weg.

Im April 2008 sehen Gaby Weik und Helga Winkenbach die afrikanischen Schüler, die inzwischen die Abschlussklasse besuchen, wieder. Die Kinder fragen sofort nach ihren Briefpartnern und noch am selben Nachmittag sitzen sie stundenlang und schreiben an ihre deutschen Freunde. Manch ein Brief wird liebevoll mit einem Maiskolben oder ein paar Erdnüssen ergänzt. Die Kinder berichten von der bevorstehenden Examensprüfung, fragen nach den Jahreszeiten in Deutschland und betonen wie gerne sie Fußball spielen, aber keinen eigenen Ball besitzen.